Der Sumatra-Orang-Utan ist vom Aussterben bedroht: Rund 14.000 sind übrig, fast alle im und um das Gunung-Leuser-Ökosystem. Das macht Bukit Lawang zu einem der besten Orte der Welt, um sie zu sehen, und zu einem der Orte, an denen deine Entscheidungen als Besucher am schwersten wiegen.
Eine kurze Geschichte von Bukit Lawang
Bukit Lawang wuchs um ein 1973 gegründetes Orang-Utan-Rehabilitationszentrum, in dem Affen, die aus Gefangenschaft und dem Haustierhandel gerettet worden waren, wieder lernten, im Wald zu leben. Das Rehabilitationsprogramm lief Anfang der 2000er aus, und die berühmte Fütterungsplattform am Fluss schloss 2015, ein Meilenstein, denn es bedeutete, dass die ausgewilderten Orang-Utans und ihre Nachkommen keine Zufütterung mehr brauchten.
Heute leben im Wald rund ums Dorf sowohl wilde als auch halbwilde Orang-Utans: rehabilitierte Tiere und ihr Nachwuchs, die an den Anblick von Menschen gewöhnt sind, aber unabhängig leben. Genau diese Gewöhnung ist der Grund, warum Begegnungen hier so nah sein können, und warum strenge Regeln existieren.
Die Regeln, die die Orang-Utans schützen
Diese Regeln schützen dich genauso wie die Affen; die Reisenden-Seite dieser Geschichte behandelt unser Guide darüber, wie sicher Bukit Lawang wirklich ist. Die Regeln selbst:
- —Halte immer mindestens 5 bis 7 Meter Abstand, auch wenn ein Orang-Utan auf dich zukommt
- —Füttere sie nie. Menschliches Essen verbreitet Krankheiten, schafft gefährliche Abhängigkeit und macht aus wilden Tieren Bettler
- —Nie anfassen. Orang-Utans teilen so viel DNA mit uns, dass eine simple Erkältung für sie ernst sein kann
- —Kein Blitzlicht, keine Drohnen
- —Trekke in kleinen Gruppen, auf etablierten Pfaden, mit einem lizenzierten Guide
- —Nimm alles wieder mit heraus, was du hineinträgst
Warum Füttern die wichtigste Grenze ist
Fast jeder Problem-Orang-Utan in der Geschichte von Bukit Lawang wurde durch Essen zum Problem. Ein Affe, der lernt, dass Menschen Snacks dabeihaben, verliert seine Scheu, sucht Gruppen auf und kann aggressiv werden, wenn er nichts bekommt, und ein aggressiver Orang-Utan ist der, der am Ende umgesiedelt wird oder Schlimmeres. Wenn ein Guide einen Orang-Utan mit Obst anlockt, damit du ein näheres Foto machen kannst, kostet dieses Foto das Tier seine Wildheit. Lehn höflich ab, und wähle Anbieter, die es nie tun.
So wählst du einen ethischen Anbieter
Jeder Anbieter kann das Wort „ethisch“ auf eine Website schreiben. Und wenn du für deinen Trek noch zwischen Bukit Lawang und Ketambe abwägst, haben wir dazu einen ehrlichen Vergleich der beiden geschrieben, der auch die Ethikfrage behandelt. Wohin du auch gehst, ein paar praktische Dinge unterscheiden die echten Anbieter:
- —Lizenzierte, ausgebildete Guides: Achte in Indonesien auf ITGA/HPI-Zertifizierung
- —Sie berechnen den offiziellen Tarif. Trekkingpreise in Bukit Lawang folgen einer ITGA-HPI-Preisliste; ein Trek weit darunter wird meist anderswo eingespart: unlizenzierte Guides, zu große Gruppen oder Wildtiere, die für Fotos angelockt werden
- —Kleine Gruppen, und Ehrlichkeit darüber, dass Sichtungen nie garantiert sind
- —Eine klare Kein-Füttern-kein-Anfassen-Politik, ausgesprochen bevor du buchst
- —Guides aus dem Dorf selbst, die diesen Wald und seine Tiere persönlich kennen
- —Sie erklären dir die Regeln vor dem Trek, nicht erst nachdem du eine gebrochen hast
Wie wir es machen
Wild Bukit Lawang wird von Menschen geführt, die hier geboren und aufgewachsen sind. Wir halten Gruppen klein, füttern nie Wildtiere und zeigen dir lieber einen Nashornvogel in respektvoller Entfernung als einen Orang-Utan auf Armlänge. Unser vollständiges ethisches Modell liest du auf der Ethical-Trekking-Seite. Und mit wem du auch trekkst, in welchem Land auch immer: Halte Abstand, behalte deine Snacks, und der Dschungel bleibt wild für den nächsten Reisenden.
Planst du deinen eigenen Trek?
Wir organisieren täglich Dschungel-Treks, Erlebnisse und Transfers, persönlich geplant von unserem lokalen Team in Bukit Lawang. Fragen kosten nichts, wir antworten schnell.